Kurz gesagt: Eine gute Website beantwortet in wenigen Sekunden, was Sie anbieten, für wen und wo — und macht den nächsten Schritt (Anruf, Anfrage, Termin) leicht. Dazu kommen Vertrauen durch echte Referenzen, schnelle Ladezeiten auf dem Smartphone, Auffindbarkeit bei Google und rechtssichere Pflichtseiten. Die folgende Checkliste zeigt die zwölf Punkte, an denen ich jede Website messe — mit einem einfachen Test, den Sie selbst machen können.
1. Klarheit: Versteht man sofort, worum es geht?
Leistung, Zielgruppe und Region in der ersten Zeile
Besucher entscheiden auf der Startseite in Sekunden, ob sie richtig sind. Eine Überschrift wie „Willkommen auf unserer Website“ verschenkt diesen Moment. Besser: „Trockenbau und Innenausbau in Waiblingen und Umgebung“ oder „Kosmetikstudio in Wassenberg — Gesichtsbehandlungen und Wimpern“.
So prüfen Sie es: Zeigen Sie die Startseite fünf Sekunden lang jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt. Kann die Person danach sagen, was Sie machen und wo? Wenn nicht, muss die Überschrift konkreter werden.
Eine Seite pro Leistung
Wer mehrere klar getrennte Leistungen anbietet, sollte jeder eine eigene Unterseite geben. Kunden suchen nach „Badsanierung“ oder „Wimpernverlängerung“, nicht nach „Leistungen“. Eigene Seiten werden bei Google besser gefunden und beantworten die Fragen genau dieser Kunden.
Klare Navigation
Fünf bis sieben Menüpunkte reichen fast immer. Was niemand sucht, gehört nicht ins Hauptmenü.
2. Vertrauen: Warum sollte man gerade Ihnen schreiben?
Echte Referenzen und Fotos
Eigene Fotos von echten Projekten wirken glaubwürdiger als Bilder aus der Datenbank — auch wenn sie mit dem Handy gemacht sind. Referenzen mit kurzer Beschreibung (Aufgabe, Ergebnis) zeigen, dass Sie das Problem des Besuchers schon gelöst haben.
Bewertungen sichtbar machen
Google-Bewertungen oder Kundenstimmen gehören auf die Website, nicht nur ins Google-Profil. Wichtig: nur echte Bewertungen, mit Namen oder Firma, wenn die Kunden zustimmen.
Ein Gesicht hinter dem Unternehmen
Eine „Über uns“-Seite mit Foto, Ausbildung und Erfahrung ist bei kleinen Unternehmen oft die meistbesuchte Seite nach der Startseite. Menschen kaufen bei Menschen.
3. Technik: Funktioniert die Seite auf dem Handy?
Mobile zuerst
Ein großer Teil der Besucher kommt vom Smartphone, bei lokalen Dienstleistern oft die Mehrheit. Telefonnummer klickbar, Buttons groß genug für den Daumen, Text ohne Zoomen lesbar.
So prüfen Sie es: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy im Mobilfunknetz, nicht im WLAN. Lädt sie in unter drei Sekunden? Finden Sie die Telefonnummer, ohne zu suchen?
Schnelle Ladezeit
Große, unkomprimierte Bilder und zu viele Plugins sind die häufigsten Bremsen. Bilder im WebP-Format und sauberer Code machen den Unterschied. Mit dem kostenlosen Google-Tool PageSpeed Insights sehen Sie, wo Ihre Seite steht.
Sicherheit und Pflege
HTTPS ist Pflicht. Bei WordPress gehören regelmäßige Updates und Backups dazu — sonst wird die Website mit der Zeit langsamer und angreifbar. Wer das nicht selbst machen möchte, gibt es in eine Wartung ab.
4. Auffindbarkeit: Wird die Seite bei Google gefunden?
Technische SEO-Grundlagen
Jede Seite braucht einen eigenen Titel und eine Beschreibung, eine saubere Überschriften-Struktur und Texte, die die Begriffe enthalten, nach denen Kunden suchen. Die Google Search Console zeigt, für welche Suchanfragen Ihre Seite erscheint — sie sollte bei jeder Website eingerichtet sein.
Lokale Signale
Für lokale Unternehmen zählen ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, dieselbe Adresse und Telefonnummer überall im Netz und eine Website, die Ort und Einsatzgebiet klar nennt. Mehr dazu unter SEO & Sichtbarkeit.
5. Conversion: Wird aus dem Besuch eine Anfrage?
Ein klarer nächster Schritt auf jeder Seite
„Jetzt anfragen“, „Termin buchen“, „Anrufen“: Jede Seite sollte mit einer Handlung enden. Auf dem Handy hilft ein Button, der beim Scrollen sichtbar bleibt.
Formulare, die nicht abschrecken
Nur fragen, was Sie für die erste Antwort brauchen. Ein Handwerksbetrieb braucht Leistung, Zeitraum und Ort; ein Studio braucht Wunschtermin und Behandlung. Bei JAHA Trockenbau fragt das Formular genau diese Angaben ab, damit der Rückruf ohne Gegenfragen auskommt.
Online-Termin, wo es passt
Für Friseure, Studios und Praxen spart ein Buchungskalender Telefonate. Kunden buchen dann auch abends, wenn niemand ans Telefon geht.
6. Rechtliches: Sind die Pflichtangaben vollständig?
Impressum und Datenschutzerklärung müssen von jeder Seite aus erreichbar sein. Wer Statistik- oder Marketing-Tools einsetzt, braucht ein Cookie-Banner, das vor dem Laden fragt. Ein Onlineshop braucht zusätzlich AGB, Widerrufsbelehrung und Versandinformationen. Bei Unsicherheit lohnt sich ein Rechtstexte-Dienst oder eine anwaltliche Prüfung.
Die Checkliste zum Abhaken
- Leistung, Zielgruppe und Region stehen in der ersten Zeile der Startseite.
- Jede wichtige Leistung hat eine eigene Unterseite.
- Das Menü hat höchstens sieben Punkte.
- Es gibt echte Referenzen mit eigenen Fotos.
- Bewertungen sind auf der Website sichtbar.
- Die Über-uns-Seite zeigt die Menschen hinter dem Unternehmen.
- Die Seite lädt auf dem Handy im Mobilfunknetz in unter drei Sekunden.
- HTTPS ist aktiv, Updates und Backups laufen.
- Jede Seite hat eigenen Titel und Beschreibung, die Google Search Console ist eingerichtet.
- Google-Unternehmensprofil und Website nennen dieselbe Adresse und Telefonnummer.
- Jede Seite endet mit einem klaren nächsten Schritt, das Formular fragt nur das Nötige.
- Impressum und Datenschutz sind von jeder Seite erreichbar, Cookie-Banner fragt vor dem Laden.
Wenn Ihre Website bei mehr als drei Punkten durchfällt, lohnt sich meist ein Relaunch statt einzelner Reparaturen. Was das kostet, sehen Sie unter Website-Kosten.